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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Tailfingen (Gemeinde
Gäufelden, Kreis Böblingen) Zur Geschichte des Außenkommandos des KZ Natzweiler/Elsaß Auf den Gemarkungen (Gäufelden-)Tailfingen, (Rottenburg-)Hailfingen
und Bondorf bestand von 1938 bis 1945 ein Nachtjägerflugplatz. Zur Instandsetzung und
Erweiterung des Flugplatzes war ihm von November 1944 bis zur Evakuierung
Februar 1945 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsaß
angeschlossen. Hierher wurden aus dem Konzentrationslager Stutthof bei Danzig 600 jüdische Häftlinge verlegt, die
zur Zwangsarbeit unter katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen
verpflichtet waren. Die Häftlinge waren in einer Flugzeughalle auf dem
Flugplatz untergebracht. Zur Arbeit gehörten der Bau und die Ausbesserung der
Start- und Landebahn, Straßen- und Gleisbau, die Errichtung von Hallen sowie die Arbeit in
nahegelegenen Steinbrüchen. Zur Geschichte des Friedhofes Anfang Juni 1945 wurden unter Aufsicht der französischen
Militärverwaltung die Toten eines Massengrabes am Flugplatzgelände geborgen.
Männer und Frauen aus Tailfingen, Hailfingen, Oberndorf und Bondorf mussten die Toten ausgraben und in
Särge legen. Die Einwohnerschaft von Hailfingen und Bondorf, aber auch aus
anderen Ortschaften wurde zum Flugplatzgelände geführt und mit den exhumierten
KZ-Häftlingen konfrontiert. Ein französischer Soldat erläuterte den Gruppen
von etwa 50 Personen, wie die Toten vermutlich ums Leben gekommen waren: einige
waren lebendig begraben worden, einige andere trugen Strangulationsspuren durch
Erhängen oder Erwürgen. Am Sonntag, 3. Juni 1945 wurden die Särge auf mehrere
Militärlastwagen geladen und im Trauerzug, begleitet von einer militärischen
Ehrenwache, durch den Ort zum Tailfinger Friedhof gefahren. Die Bevölkerung
hatte zur Ehrung der Toten Spalier zu stehen. Lage des Friedhofes: Innerhalb des Ortsfriedhofes in Tailfingen
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Literatur:
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