Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 


zurück zur Übersichtsseite "Mitglieder von AJ"  
zurück zu "Jüdische Museen"  

Gedenk- und Begegnungsstätte 
ehemalige Synagoge Bopfingen-Oberdorf
(Lange Str. 13, 73441 Bopfingen-Oberdorf)  

      

Juni 2013: 20 Jahre Gedenk- und Begegnungsstätte in Oberdorf - Gedenkfeier am 15. Juni   
Artikel von Erwin Hafner in der "Schwäbischen Post" vom 10. Juni 2013 (Link zum Artikel): "Die Synagoge wurde zum Mahnmal
20 Jahre Gedenk- und Begegnungsstätte in Oberdorf – Gedenkfeier am 15. Juni
Mit einer Gedenkveranstaltung am 12. Juni, um 15 Uhr, feiert der Trägerverein das 20-jährige Bestehen der Gedenk- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Synagoge. Die Feierstunde wird mit kurzen Reden, Gedichten, Musik-, und Gesangsbeiträgen sowie szenischen Darstellungen von Bopfinger Schulen gestaltet.
Bopfingen-Oberdorf.
Die Einweihung vor 20 Jahren gilt als ein wichtiger Markstein in der Zielsetzung des 1989 ins Leben gerufenen Trägervereins ehemalige Synagoge: Gegen das Vergessen der schmachvollen Verbrechen an den Juden und dem „Nie wieder“. Was schon bis dahin und danach bis heute von dem Verein mit seinem rührigen Vorstand unter der treibenden Kraft seines Vorsitzenden, Dr. Diethelm Winter, ehrenamtlich geleistet wurde, wird in die Geschichte des Ostalbkreises eingehen.
Die ehemalige Synagoge wurde zum Mahnmal und Ort vielfacher Begegnungen. Dem dienen das alljährliche kulturelle Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Lesungen namhafter, auch jüdischer Autoren und Zeitzeugen, Konzerte, Ausstellungen über das einstige Leben der Juden und Darstellungen zeitgenössischer Künstler, die dem Holocaust Ausdruck verleihen. Zudem gibt es Führungen durch das 1997 gleichfalls neu geschaffene Museum und den nahen jüdischen Friedhof, Tage der offenen Tür an Gedenktagen und am internationalen Museumstag.
Immer wieder gibt es Begegnungen mit ehemaligen jüdischen Mitbürgern aus Oberdorf, die heute in den USA oder Israel leben und bei ihren Besuchen mit Dankbarkeit registrieren, dass es wieder ein anderes Deutschland mit Menschen gibt, die sich bei ihrem Tun mit Trauer und Scham einer unseligen Vergangenheit stellen. Und dass es auch jungen Leuten in Oberdorf bewusst wird, zu was Fremdenfeindlichkeit führen kann und weshalb Wachsamkeit und Zivilcourage in unserer Demokratie gefragt sind.
Am 25. November 1993 wurde die mit einem Kostenaufwand von 200 000 Mark restaurierte Synagoge als Gedenk- und Begegnungsstätte eröffnet. 200 000 Mark Spendengelder und Mitgliedsbeiträge hatten dies ermöglicht. Bei der Eröffnungsfeier warnte der aus Oberdorf stammende und nach der Flucht vor dem NS-Regime in den USA lebende Jude Karl Heimann vor Gleichgültigkeit und Vergessen und löste mit der Schilderung des Schicksals seiner eigenen Familie tiefe Betroffenheit aus. Mit seinem Tod verlor der Trägerverein einen guten Freund und großen Förderer."     

    
    
Zur Geschichte         
   
1587 erste Juden in Oberdorf nachgewiesen. Erste Synagoge 1745 errichtet. In der zweiten, 1812 erbauten Synagoge, wurde 1993 eine Gedenk- und Begegnungsstätte eröffnet. Seit 1997 ist in der Gedenkstätte auch das "Museum zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis" untergebracht. Die Grundalge des Museums bildet eine geografische und chronologische Reihung der Ereignisse der jüdischen Geschichte, deren Darstellung von der Herkunft der deutschen Juden bis zum Holocaust reicht. Auf 29 Didaktiktafeln mit zahlreichen Texten, Bildern, Grafiken und Zeichnungen wird die jüdische Geschichte Oberdorfs, der einst größten jüdischen Gemeinde Ostwürttembergs, lebendig. In fünf Vitrinen werden viele Originalexponate und ein Genisafund gezeigt.   
   
Fotos
(um 2000; Fotos von 2007 siehe Seite zur Synagoge Oberdorf)           

OberdorfSynagoge1.jpg (12657 Byte) Oberdorf3.jpg (10173 Byte) Oberdorf Synagoge 165.jpg (37196 Byte)
 Außenansicht der ehemaligen 
Synagoge Oberdorf  
Blick zur Empore   Blick zum früheren Platz 
des Toraschrankes  
 
     
Oberdorf4.jpg (10659 Byte) Oberdorf5.jpg (7868 Byte) Oberdorf2.jpg (9324 Byte)
Ausstellungstafeln  

Weitere Fotos zur ehemaligen Synagoge: hier anklicken (interner Link)   
  
  
Träger der Einrichtung           
    
Trägerverein ehemalige Synagoge Oberdorf e.V.   
   
   
Kontakt-/Verwaltungsadresse       
    
Felix Sutschek M.A., Marktplatz, 73441 Bopfingen, Tel. 07362/801-29, Fax 07362/801-50, E-Mail  
Link: hier anklicken    
  
  
Öffnungszeiten             
   
1. März bis 31. Oktober Samstag, Sonn- und Feiertage von 14-16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung (siehe Führungen)  
    
   

Führungen             
   
Führungsanmeldungen nimmt Frau Allgeyer unter den Rufnummern 07362/7842 oder 0170/9383697 entgegen.  
  
  
Besuchsmöglichkeiten in der Nähe         
    
In Oberdorf kann der Jüdische Friedhof besucht werden. Der Schlüssel ist in der Gedenkstätte zu bekommen. Sehenswert sind auch die keltischen Befestigungsanlagen auf dem 668 m hohen Hausberg Ipf.    
  
  
Publikationen    

Felix Sutschek: Der jüdische Friedhof von Oberdorf, in: "Ostalb Einhorn" Nr. 85.  
ders.: Widerstand gegen die Judenverfolgung in der Landgemeinde Oberdorf am Ipf, in: "Ostalb Einhorn" Nr. 93.  
ders.: Zur Geschichte der Oberdorfer Schutzjuden im 16., 17. und 18. Jh., in: Dokumentationsband XII, 1998, Rieser Kulturtage.  
ders./Bernhard Hildebrand: Museum zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis - Katalog. 2004. Eigenverlag. ISBN 3-00-013584-7.  

      

      

      

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 11. Juni 2013