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Friedhöfe in der Region"
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jüdischen Friedhöfe in Unterfranken
Miltenberg (Kreisstadt,
Unterfranken)
Die jüdischen Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in
Miltenberg (interner Link)
Zur Geschichte der jüdischen Friedhöfe
Einen ersten jüdischen Friedhof gab es in
Miltenberg bis zur Judenverfolgung während der Pestzeit 1348/49. Er wird 1336
genannt. Vermutlich ist er bei dieser Verfolgung, die zum Untergang der
jüdischen Gemeinde führte, zerstört und abgeräumt worden. Es ist nicht
bekannt, wo sich der Friedhof befand, möglicherweise im Bereich des späteren
alten Friedhofes.
Anfang des 15. Jahrhundert begruben die Miltenberger Juden
ihre Toten auf dem Frankfurter Friedhof. Noch im 15. oder im 16. Jahrhundert
dürften dann auf dem bis dahin angelegten alten jüdischen Friedhof am
Burgweg die in Miltenberg verstorbenen Juden beigesetzt worden sein (eine kleine
Gemeinde bestand bis zur Vertreibung im Dreißigjährigen Krieg). Ende des 17.
und 18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen der in Miltenberg wieder bestehenden
Gemeinde in Kleinheubach
beigesetzt.
Erst seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der alte jüdische
Friedhof offensichtlich wieder belegt. Nach einer Darstellung des jüdischen
Lehrers in Miltenberg von 1927 war der damals älteste lesbare Grabstein von
1812. Vom Gelände her ist durchaus möglich, dass das mittelalterliche
Friedhofsgelände Anfang des 19. Jahrhunderts zur Anlage neuer Gräber
aufgeschüttet worden ist. Als Besonderheit sind drei Nischengräber entlang der Mauer am Burgweg zu
sehen. Als im Zusammenhang mit einer Verbreiterung des Burgweges die Mauer auf
das Friedhofsgelände gesetzt wurde, sparte man die Gräber als Nische in der
Mauer aus. Die Friedhofsfläche umfasst 17,20 ar. Der in Miltenberg geborene,
nach England ausgewanderte und im Jahr 1916 verstorbene Wilhelm Klingenstein
vermachte der Stadt Miltenberg 1000 Pfund mit der Maßgabe, das Geld zur
Instandsetzung und Unterhaltung des alten jüdischen Friedhofes an der
Stadtmauer zu verwenden.
Ende des 19. Jahrhunderts zeichnete sich die volle Belegung des alten Friedhofes
ab. 1899 kaufte die israelitische Kultusgemeinde ein Grundstück zur Anlage
eines neuen Friedhofes am Klausrain. Dieser Friedhof wurde seit 1904
belegt. Er ist von einer massiven Steinmauer umgeben. Die letzte Beisetzung war
im Dezember 1941. Die Friedhofsfläche umfasst 14,40 ar.
Lage der Friedhöfe
Der alte Friedhof liegt zwischen der Stadtmauer
und dem Burgweg.
Der neue Friedhof liegt südwestlich der Stadt am
Klausrain, erreichbar über die Monbrunner Straße.
Der alte jüdische Friedhof
(Fotos: Hahn,
Aufnahmedatum: 20.3.2005) |
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Eingangstor |
Hinweistafel |
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| Tafel zur Geschichte |
Blick über den Friedhof zur
Stadtmauer |
Teilansicht |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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Grabstein unter einer für die
Straßenerweiterung des Burgweges geschaffenen Überbrückung |
Historisches Foto (Quelle für
das
Foto
von Johannes Mühler vor 1945) |
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Der neue jüdische Friedhof
im Sommer 2010
(Fotos: Hans-Peter Laqueur, Bremerhaven, Website www.bethhahayim.info) |
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Die Hinweistafel am
Eingangstor |
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| Ansichten der im
oberen Bereich des Friedhofsgrundstückes belegten Fläche |
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| Teilansichten der
belegten Fläche |
In der Mitte: Grabstein für
Josef Halle |
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