Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Gedenkstätte ehemalige Synagoge
Michelbach an der Lücke -
Förderverein Synagoge Michelbach e.V.
(Judengasse 4, 74599 Wallhausen-Michelbach a.d.L.)

 

Zur Geschichte

Die Synagoge Michelbach ist eines der ältesten heute noch erhaltenen jüdischen Gotteshäuser in Württemberg. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde lässt sich seit 1555 nachweisen und endet mit der Deportation der letzten 19 jüdischen Mitbürger in den Jahren 1941/42 nach Riga und Theresienstadt. Nur zwei davon überlebten den Holocaust. 
Die höchste Zahl jüdischer Bewohner wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erreicht, als sie mehr als ein Drittel der Bevölkerung stellten Das jüdische Wohngebiet konzentrierte sich im wesentlichen um das Gebäude der Synagoge. Bis 1757 befand sich ein Betsaal in einem Privathaus, der schließlich zu klein wurde und einen Synagogenneubau erforderlich machte. Als für eine ländliche Barocksynagoge typische Merkmale lassen sich erkennen: der schlichte Bau mit Walmdach, die Helligkeit und Symmetrie des Innenraums. Die Synagoge blieb in der Reichspogromnacht nach Zeugenaussagen unzerstört. Gegen Ende des Krieges wurde sie als Munitionsdepot und Lagerraum missbraucht, die Innen-Einrichtung vernichtet.
In den Jahren 1983-84 wurde sie grundlegend restauriert und dient heute als Museum und Gedenkstätte. Die 1984 eingerichtete Dauerausstellung behandelt schwerpunktmäßig die Geschichte der Juden in Württembergisch-Franken im 19. und 20. Jh. Als historische Rarität beherbergt die Synagoge eine Auswahl der Genisa mit hebräischen Druckfragmenten religiösen Inhalts aus der Zeit um 1800, die bei Renovierungsarbeiten entdeckt worden waren. Sie stellen eines der wenigen authentischen Zeugnisse des ausgelöschten jüdischen Lebens in Michelbach dar.

Fotos 
(Quellen: www.gemeinde-wallhausen.de und die Info-Seite zur Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten s.u.)

Die ehemalige Synagoge Michelbach von Nordosten Innenaufnahme des Synagogenraumes Jüdischer Friedhof in Michelbach a.d.L.

Weitere Fotos zur Geschichte und Restaurierung der Synagoge Michelbach (interner Link): hier anklicken


Träger der Einrichtung  

Gemeinde Wallhausen, Tel. 07955/93810, E-Mail,  Internet: www.gemeinde-wallhausen.de 

Kontakt-/Verwaltungsadresse

Förderverein Synagoge Michelbach e.V., Pfarrer Bernhard Ritter, Pfarramt Hengstfeld, An den Obstgärten 2, 74599 Wallhausen, Tel. 07955/2246
Gemeinde Wallhausen s.o.
Dieter Kleinhanß (Ortsvorsteher), Sonnenweg 25, 74599 Wallhausen, Tel. 07955/3242

Öffnungszeiten/Führungen

1. Sonntag im Monat von Mai bis Oktober 14-17 Uhr; ansonsten Besuch und Führung nach Vereinbarung

Besuchsmöglichkeiten in der Nähe 

Jüdischer Friedhof in Michelbach a.d.L.

Publikationen

Gedenkstätte Synagoge Michelbach/Lücke (Gemeinde Wallhausen). Dokumentation zur Geschichte der Juden in der Region Franken, hg. vom Kreisarchiv Schwäbisch Hall. Schwäbisch Hall 1984.
Otto Ströbel: Juden und Christen in dörflicher Gemeinschaft. Geschichte der Judengemeinde Michelbach/Lücke. Crailsheim 2000.
Uri R. Kaufmann: Die Synagogen - Ablege in Wallhausen-Michelbach an der Lücke. Fragen zur jüdischen Kultur Württembergisch-Frankens. in: Württembergisch Franken 82 1998 S.143-156.
Gerhard Taddey: Kein kleines Jerusalem. Geschichte der Juden im Landkreis Schwäbisch Hall. Sigmaringen 1992 (=Forschungen aus Württembergisch Franken Bd. 36).

Weitere Informationen und Links

Informationen zu den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten, Museen und Archiv im Landkreis Schwäbisch Hall: hier außer zur ehem. Synagoge Michelbach Informationen zur Erinnerungsstätte "Männer von Brettheim", Gde. Rot am See; Gedenkstätte Friedhof "Ausländerkinder-Pflegestätte" Gantenwald, Gde. Bühlerzell; "Weiße Rose" - Scholl-Grimminger-Erinnerung in Crailsheim; Gedenkstein für die Opfer der Euthanasie-Aktion, Schwäbisch Hall; KZ-Gedenkstätte Schwäbisch Hall-Hessental

 

 

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 25. März 2007