Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
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In Metternich bestand eine jüdische
Gemeinde bis um 1930. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1808 33 jüdische Einwohner, 1858 67, 1895 37, 1925 27.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.) und eine Schule
(Religionsschule).
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Albert Siegler (geb.
4.4.1893 in Metternich, gef. 11.4.1918). Außerdem ist gefallen: Leo Kaufmann
(geb. 13.11.1895 in Metternich, vor 1914 in Koblenz wohnhaft, gef.
22.1.1917).
1924 werden im "Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung" als
zur jüdischen Gemeinde in Koblenz gehörig in "Metternich und Güls 25"
jüdische Gemeindemitglieder genannt. 1932 lebten in Metternich 18, in
Güls 4 jüdische Personen.
1933 lebten noch 20 jüdische Personen in Metternich und Güls. In
den folgenden Jahren sind die meisten von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert.
Von den in Metternich geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Kurt Adler (1920),
Otto Baum (1871), Arthur David (1912), Martha Jonas geb. Siegler (1897), Babette
Kargauer geb. Fritz (1915), Leonhard Kaufmann (1920), Josefa (Josephine) Marx
(1866), Julius Marx (1879), Rosa Marx geb. Salomon (1884), Helena Mayer geb.
David (1882), Henriette Moses (1875), Sally Moses (1878), Betty Schubach geb.
David (1894), Julius Siegler (1901), Rosalie Siegler geb. David
(1867).
Aus Güls ist umgekommen: Franziska Herz (geb. 1865 in Dieblich, später
wohnhaft in Güls, deportiert über Trier und Köln 1942 in das Ghetto
Theresienstadt)
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Zur Geschichte der Synagoge
Es ist nicht bekannt, wann die Synagoge beziehungsweise der
Betraum eingerichtet wurde. Er befand sich in einem Wirtschaftsgebäude im
rückwärtigen Teil des Grundstückes Trierer Straße 296. Das Gebäude stand
giebelständig zur Weidtmannstraße. Im vorderen Gebäudeteil zur Trierer
Straße befanden sich eine Werkstatt und zwei Ställe. In den etwa 16 qm großen
Betsaal kam man durch den Eingang in der hofseitigen Giebelfront.
Spätestens 1933 wurde der Betraum
aufgegeben; das Gebäude mit dem Betsaal wurde in diesem Jahr an einen
Privatmann verkauft.
Adresse/Standort der Synagoge: Trierer
Straße 296
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