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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Löffingen (Kreis
Breisgau-Hochschwarzwald)
Jüdische Geschichte
Übersicht:
Zur jüdischen Geschichte
in Löffingen
In Löffingen bestand zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde.
Obwohl Löffingen bereits seit 1270 Stadtrechte hatte und sich im 14./15.
Jahrhundert zum zentralen Ort der Westbaar entwickelte, lassen sich im Mittelalter
bislang keine jüdischen Einwohner nachweisen.
Auch im 19./20. Jahrhundert kam es nur vorübergehend zur Niederlassung
einzelner jüdischer Personen. Die Zahl der jüdischen Einwohner war
nach den Volkszählungsergebnissen: 1864 drei jüdische Einwohner, 1871 9, 1875
4, 1880 5, 1885 1, 1890 7, 1895 6, 1900 9, 1905 7, 1910 1.
In den 1870er-Jahren bestand einige Zeit am Ort die Textilhandlung von Isak
Guggenheim (siehe Anzeige von 1873 unten). Isak Guggenheim war mit seiner
Familie in der Stadt; sein Sohn Salomon Guggenheim verstarb am 9. Juni 1884 in
Löffingen und wurde im jüdischen Friedhof in
Gailingen beigesetzt (s.u.).
In den 1880er-/1890er-Jahren wohnte in Löffingen das
Ehepaar Heinrich Wertheimer und Pauline geb. Pikart mit den Kindern Klotilde (geb. 21.11.1892 in Löffingen, später
verheiratete Greilsheimer; gest. 4.9.1940 in Freiburg i.Br. und im dortigen
Friedhof beigesetzt) und Gustav
(geb. 7.2.1891 in Löffingen, vor 1914 wohnhaft in Freiburg i.Br., gefallen im
Ersten Weltkrieg am 19.7.1918) in Löffingen.
Bei den Volkszählungen 1925 und 1933 wurden keine jüdischen Einwohner in der
Stadt festgestellt.
Von den in Löffingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): in beiden Listen
werden keine Namen aus Löffingen genannt.
Berichte aus der
jüdischen Geschichte in Löffingen
Anzeigen jüdischer
Gewerbebetriebe
Anzeige der Textilhandlung von Isak Guggenheim
(1873)
Anzeige
im "Donaueschinger Wochenblatt" vom 14. Oktober 1873 (Quelle:
Stadtarchiv Donaueschingen):
"Löffingen. Anzeige & Empfehlung.
Ich Unterzeichneter zeige hiermit dem hiesigen und auswärtigen Publikum
an, dass ich meine bisherige Wohnung verlassen und jetzt in dem käuflich
übernommenen Hause der verstorbenen Witwe Alois Hogg, Weinhändlers
wohne, und mein Geschäft auf bevorstehende Saison mit folgenden Artikeln
aufs reichhaltigste eingerichtet habe, nämlich in Tuch und Buckskin,
Double, Ratine, Eskimo, Poconne, Jackenstoffe, Halbtuch, Sommerstoffe,
Flanell in weiß und farbig, Bettbarchent 8/4 breit, Kölsch, Zeugle,
Stuhltuch, Madopolam, Chirting, Biber, Pique, Cassinet, Morei schwarz und farbig,
Unterrockstoffe, in ganz und Halbwolle, ferner eine schöne Auswahl in
fertigen Flanellhemden, sowie Damenmäntel und Jacken. Besonders mache
verehrtes Publikum auf eine große Auswahl in Kleiderstoffen, hauptsächlich
sehr schöne schwarze französische Merino 8/4 breit aufmerksam, sehr
schöne Bettfedern und Flaum etc. Alle diese Artikel verkaufe ich zu sehr
annehmbaren Preisen und lade daher verehrtes Publikum zu zahlreichem
Besuche ein, indem ich voraus versichere, dass jeder Käufer mein
Geschäft mit Zufriedenheit verlassen wird Isak Guggenheim". |
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Grabstein
für Salomon Guggenheim, Sohn von Isaak (Itzik) Guggenheim, gest. 9. Juni
1883 in Löffingen. Er starb im Alter von nur 32 Jahren.
Quelle: Dokumentation (Memorbuch) zum jüdischen
Friedhof in Gailingen von Naftali Bar-Giora Bamberger S. 95 Grab Nr.
160 in Abt. I Reihe 12. |
Fotos
| Zur jüdischen
Geschichte in Löffingen liegen keine Fotos oder Abbildungen vor. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Joachim Hahn: Erinnerungen und Zeugnisse
jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg. 1988 S. 150. |
 | Ruben Frankenstein: Denkmal und Name. Der Gute Ort
Freiburg. Dokumentation des jüdischen Friedhofs. Freiburg 2009.
Das Grab von Clothilde Greilsheimer geb. Wertheimer in dieser Dokumentation
S. 187 Nr. 598. |

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