|
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"
zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Bissingen an
der Teck (Kreis Esslingen)
Jüdische Geschichte
Übersicht:
Zur jüdischen Geschichte
in Bissingen
In Bissingen gab es zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde.
Auch lebten am Ort zu keiner Zeit jüdische Familien.
Bekannt ist jedoch die Geschichte des aus einer jüdischen Familie stammenden Wilhelm
Weißburger, der am Ort mit seiner (nichtjüdischen) Frau lebte und in der
NS-Zeit in Auschwitz ermordet wurde.
Wilhelm Weißburger ist am 26. September 1902 in Kochendorf
als Sohn jüdischer Eltern geboren. Im Alter von 16 oder 17 Jahren kam er
(damals bereits als Waisenjunge) zu einer Bissinger Bauern- und Schäferfamilie,
bei der er als Knecht arbeitete. Im Oktober 1933 heiratete er die Bissingerin
Maria Ehni, Seitdem arbeitete er in einer Kirchheimer Gießerei (Fa. Grüninger
& Brehm) und betrieb eine kleine Landwirtschaft. Weißburger ist spätestens
im Zusammenhang mit seiner Eheschließung evangelisch geworden. Erst im Verlauf
des Krieges ist Weißburger den Parteifunktionären aufgefallen. Seine
Verhaftung und Deportation wurde im Oktober 1942 angeordnet. Er wurde -
möglicherweise über Welzheim - nach Auschwitz deportiert und dort
ermordet.
Wilhelm Weißburger und seine Frau lebten in einem Haus gegenüber der Bissinger
Kelter (Kelterplatz).
Berichte zur
jüdischen Geschichte in Bissingen
Presseberichte
| November 2011:
Gedenkveranstaltung im Gemeindehaus in Bissingen
|
Artikel von Richard Umstadt in "Der
Teckbote" vom 12. November 2011: "Das bewegende Schicksal
Wilhelm Weißburgers. Die Verfolgung jüdischer Bürger von 1933 bis 1945
hat Kreisarchivar Manfred Waßner im Bissinger Gemeindehaus am Abend des
Gedenktags der Reichspogromnacht nachgezeichnet. Dabei hat er auch an das
tragische Schicksal Wilhelm Weißburgers erinnern, der als Bissinger
jüdischer Abstammung in Auschwitz ermordet worden
war..."
Link
zum Artikel - auch eingestellt
als pdf-Datei |
Fotos
(Quelle: Artikel aus dem Teckboten s.o.)
Hochzeitsfoto von Wilhelm
Weißburger
und seiner Frau Marie geb. Ehni
(1933 in Bissingen) |
 |
|
| |
|
|
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Brigitte Kneher: Chronik der jüdischen Bürger Kirchheims seit
1896, in: Stadt Kirchheim unter Teck. Schriftenreihe des Stadtarchivs 3
(1985) S. 71-114. Zu Wilhelm Weißburger S. 96.109-110. |

vorherige Synagoge zur ersten Synagoge nächste Synagoge
|