|
Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
| Neustadt/Holstein (Kreis
Ostholstein) Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Siehe Seite zur Synagoge in Neustadt (wird bei
Gelegenheit erstellt) Zur Geschichte des Friedhofes Beim jüdischen Friedhof in
Neustadt/Holstein handelt es sich um einen von 1945 bis 1947 belegten
Friedhof, auf
dem ehemalige KZ-Häftlinge/Displaced Persons beigesetzt wurden. Nach der
Inschrift auf dem zentralen Gedenkstein verstarben die meisten der hier
Beigesetzten am 3. Mai 1945, am Tag der Befreiung von Neustadt durch die Briten.
Es dürfte sich zum einem erheblichen Teil um Opfer von der "Cap Arcona"
handeln. Die in den folgenden beiden Jahren Verstorbenen waren Insassen des
großen DP-Lagers für ehemalige KZ-Häftlinge, das in dieser Zeit in Neustadt
bestand. Viele der Insassen verstarben an den Folgen der erlittenen
gesundheitlichen Schäden während der KZ-Zeit. Auf dem Friedhof wurden etwa 100 Beisetzungen vorgenommen.
Die Grabsteine datieren vom 3. Mai 1945 bis 1947. Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt innerhalb des allgemeinen Neustädter Friedhofes, der ihn auf drei Seiten umschließt, ist aber von diesem durch einen Zaun getrennt und hat einen eigenen Zugang vom Grasweg aus. Er ist zur Straße hin ca. 15 m breit, und etwa 20 m tief. Dem Eingang gegenüber steht ein Gedenkstein, links davon sind die Frauen, rechts die Männer begraben. Im hintersten Teil sowohl der Frauen- als auch der Männerabteilung sind jeweils einige Gräber, die keine Namen, sondern nur KZ-Nummern tragen.
Fotos
Hinweis auf den Cap Arcona Ehrenfriedhof: Am Ortsrand von Neustadt, direkt am Ufer der Bucht, liegt der Cap Arcona Ehrenfriedhof, auf dem viele der rund 7000 Opfer der Katastrophe vom 3. Mai 1945 in Massengräbern bestattet sind. Der Gedenkstein nennt die Nationalitäten der Opfer in ihren Landessprachen einschließlich des hebräischen Begriffes "Jehudim" für "Juden"; kleine Steine des Angedenkens sind meist von jüdischen Besuchern der Gedenkstätte. Lage: Am Ufer vor dem Klinikum Neustadt, Zufahrt über
die Straße "Am Kiebitzberg". Vom Hafen aus folgt man dem Rettiner Weg
in Richtung Grömitz. Dem Wegweiser nach Pelzerhacken folgend biegt man rechts
in den Sandberger Weg. Nach ca. 1,5 km, am Ortsrand, biegt man rechts ein in die
Straße "Am Kiebitzberg", die erst rechtwinklig nach links, und dann
ebenso nach rechts umbiegt und zum Ufer herabführt. Am Ufer folgt man dem Fußweg
nach rechts, an einer Gaststätte vorbei, zum Friedhof.
Fotos
Links und Literatur Links:
Literatur:
| |||||||||||||||||||||||
|
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia
Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
|