Zur Übersicht über "Jüdische
Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht über
die Friedhöfe im Elsass
Mulhouse (Mülhausen)
(Dep. Haut Rhin /Alsace / Oberelsass)
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In der früheren Reichsstadt Mülhausen im Elsass bestand eine jüdische
Gemeinde bereits im Mittelalter. Nach 1266 werden Juden aus Mülhausen in
verschiedenen Städten, um 1300 auch in Mülhausen selbst genannt. 1311 hört
man von einer Synagoge in der Stadt. Während der Zeiten der Judenverfolgungen
(Armlederverfolgung 1338 und Pestzeit 1348/49) wurden die meisten Juden der
Stadt ermordet. Nach 1367 zogen wieder einzelne jüdische Familien zu. Ihre
höchste Zahl wird um 1418 mit neun Familien erreicht. Danach ging die Zahl
wieder zurück. Um 1500 waren es noch drei Familien, bis 1512 nur noch eine
Familie. Um 1515 endete die jüdische Ansiedlung in der Stadt, ohne dass von
einer eigentlichen Vertreibung die Rede ist.
Ab 1655 lebten wieder Juden in Mülhausen. Ihre Zahl nahm langsam zu, sodass
1784 23 jüdische Familien mit 94 Personen gezählt wurden. Nach der
Französischen Revolution zogen zahlreiche jüdische Familien aus Landgemeinden
zu. Eine erste Synagoge wurde 1822 erbaut. Sie wurde 1849 durch einen Neubau
ersetzt. 1885 lebten 3.839 Juden in der Stadt. Die Zahl ging auf 2.710 im Jahr
1926 zurück. 1939 hatte die Gemeinde 2.240 Mitglieder. Von ihnen wurden die
meisten am 16. Juli 1940 von den Deutschen nach Südfrankreich deportiert. Viele
von ihnen wurden in den folgenden Jahren ermordet. Die Synagoge wurde demoliert,
überstand insgesamt jedoch die NS-Zeit. 1964 gehörten zur jüdischen Gemeinde
in Mülhausen 1.920 Personen.
Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes
Ein jüdischer Friedhof in Mülhausen war vermutlich schon
im Mittelalter vorhanden, worauf eine Angabe aus Basel vor 1394 hinweist. Ein
neuer Friedhof wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Er wurde in der NS-Zeit
teilweise zerstört. Er ist Teil des zentralen städtischen Friedhofes und wird
bis zur Gegenwart belegt.
Aus der Geschichte des jüdischen Friedhofes
"Einweihung" eines Grabsteines auf dem jüdischen
Friedhof durch einen katholischen Geistlichen
(1912)
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| Blick zum Eingangstor |
Hinweistafeln |
Plan des zentralen Friedhofes
Mulhouse
mit Eintragung des jüdischen Teiles (gelb) |
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| Friedhofshalle |
Leichenhalle |
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| Denkmal für die
in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Mulhouse |
Gedenkstein für 1993 hier
beigesetzten Torarollen |
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Denkmal aus
restlichen Grabsteinen zur Erinnerung an die teilweise Zerstörung
des jüdischen
Friedhofes in der NS-Zeit |
Blick über den Hauptweg
durch
den Friedhof |
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| Teilansichten |
Grabstein für Rabbiner
Salomon Moock |
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| Neuere Grabstätten |
Grabstein rechts mit segnenden
Händen
der Kohanim |
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Grabstein mit Portrait (2002) |
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