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Förderverein Ehemalige
Synagoge Kippenheim e.V.
(Poststraße, 77971 Kippenheim)
Zur Geschichte der Synagoge
Einweihung 1852. Der Architekt Georg Jakob Schneider (1809-1883) wählte für
die Kippenheimer Synagoge Elemente des neoromanischen Stils: Rundbogenfenster,
Fensterrosetten und turmartige Treppenaufgänge. Am 10. November 1938
Zerstörung der Inneneinrichtung, 1956-1986 Lager für landwirtschaftliche
Produkte. 1983 erwarb die Gemeinde Kippenheim das Gebäude, 1987
Außenrenovierung, 2002-2003 Innenrenovierung. Heute ist die ehemalige Synagoge
ein Gedenk-, Kultur- und Begegnungsort. Vorträge, Konzerte, Ausstellungen
versuchen diesem Anspruch gerecht zu werden. Mehr auf der Seite
zur Synagoge in Kippenheim (interner Link).
Foto
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Links: Die ehemalige Synagoge Kippenheim nach der Restaurierung |
weitere Fotos zur Synagoge Kippenheim
(interner Link)
Träger der Einrichtung
Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim e.V.
Kontakt-/Verwaltungsadresse
Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V., Postfach
0190, 77968 Kippenheim,
Tel. 07822/896254 E-Mail,
Internet: www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de
Öffnungszeiten 1. März bis 31. Oktober an den Sonntagen 14-17 Uhr
Besuchsmöglichkeiten in der Nähe
Publikationen
 | Stude, Jürgen: Geschichte der jüdischen Gemeinde
Kippenheim, in: Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden Ettenheim,
Altdorf, Kippenheim, Schmieheim, Rust, Orschweier, Ettenheim. 1988.
Historischer Verein Mittelbaden (Hg.). 2. Aufl. 1998. |
 | Schellinger, Uwe: Einladung zu einem Rundgang
- Jüdisches Kippenheim. Haigerloch 1999. |
 | Schellinger, Uwe (Hg.): Gedächtnis aus Stein
- Die Synagoge in Kippenheim 1852-2002. Ubstadt-Weiher. 2002 (mehr zu diesem
Buch beim Verlag: hier
anklicken; mehr zum Herausgeber: hier
anklicken). |
Durchgeführte Projekte
siehe unter den Projektbeschreibungen (Unterseite) nähere
Informationen zu
- Die
"Schmieheimer Genisa"
- Sicherung, Erschließung und Auswertung des sogenannten "Höfer-Fundes" aus Kippenheim
Bericht über den Förderverein 2010
Foto
links von Erika Sieberts: Der Vorstand des Fördervereins: (von links) Bürgermeister Matthias Gutbord, Edith Du Bose (Rechnerin), Georg Heer (2. Vorsitzender), die bisherige Geschäftsführerin und Schriftführerin Renate
Kreplin, Jürgen Stude (Vorsitzender), Luzian Taeger (Schriftführer) und Gerd Krauss (Beisitzer).
Artikel von Erika Sieberts in der "Badischen Zeitung" vom 26.
Februar 2010 (Artikel):
"Für den Förderverein der Synagoge Kippenheim beginnt eine neue Phase der Arbeit
Die Arbeit des Fördervereins ehemalige Synagoge Kippenheim tritt in eine neue Phase. Nachdem in den vergangenen Jahren das Gebäude restauriert und ein anspruchvolles Jahresprogramm aufgestellt worden ist, soll nun die Dokumentation des Landjudentums in der Ortenau im Vordergrund stehen, die am 14. März als Dauerausstellung eröffnet wird.
KIPPENHEIM. Bei der Konzeption dieser Ausstellung konnte die Geschäftsführerin Renate Kreplin noch mitwirken, bevor sie mit ihrer Familie nach Karlsruhe gezogen ist und folglich bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend aus dem Vorstand ausschied, dem sie seit zwölf Jahren angehörte. In dieser Zeit war sie maßgeblich daran beteiligt, ein Veranstaltungsprogramm aufzustellen, das – so weit es die personellen Ressourcen zulassen – weitergeführt werden soll, wie der Vorsitzende Jürgen Stude sagte. Dazu gehört jüdische Musik in all ihren Facetten, Ausstellungen bildender Kunst, Lesungen und Führungen, ebenso wie die inzwischen etablierten Veranstaltungen zu Gedenktagen und Berichten von Zeitzeugen des Holocaust.
Dass sich der Verein mit seinen Aktivitäten etabliert hat, zeigte der Tätigkeitsbericht aus dem vergangenen Vereinsjahr. Renate Kreplin konstatierte ähnlich hohe Besucherzahlen bei den Veranstaltungen und sonntäglichen Öffnungen. "Mit dem Angebot jüdischer Musik scheinen wir eine Nische in der Ortenau gefunden zu haben", sagte Kreplin. Ein wesentliches Element der künftigen ständigen Ausstellung – der "Zeitstrahl", auf dem die Geschichte der Synagoge, eingebunden in die Zeitläufte dargestellt ist – sei bereits während des Kippenheimer Weihnachtsmarkts gut angenommen worden. Alle weiteren Gegenstände werden in den kommenden Tagen installiert.
Bürgermeister Matthias Gutbrod lobte den großen kulturellen Wert des Hauses und versprach auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde. Diese hatte etwa die Heizkosten mit knapp 1400 Euro im vergangenen Jahr bezuschusst, wie Rechnerin Edith DuBose sagte. Derzeit könne sich der Förderverein über Landeszuschüsse für die Dokumentation freuen. "Allein 2009 sind 12 100 Euro dafür eingegangen", berichtete sie. Das Gesamtvermögen belaufe sich auf 16 000 Euro, wovon aber bald Rechnungen für die Ausstellung bezahlt werden müssten.
Der Vorsitzende Jürgen Stude machte darauf aufmerksam, dass mehrere Depots über das jüdische Leben in und um Kippenheim im Kreisarchiv angelegt worden sind. Etwa der so genannte "Höferfund", schriftliche Unterlagen, die im Haus der örtlichen Metzgerei entdeckt worden sind, oder die Genisa aus der Schmieheimer Synagoge, ausgediente religiöse Schriftstücke, die gemäß dem jüdischen Glauben nicht weggeworfen, sondern in einem Versteck verwahrt werden. Beim Kreisarchiv sollen bald auch Unterlagen von ehemaligen jüdischen Bürgern, die heute im Ausland wohnen, eingehen.
Die nächste Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge ist die Eröffnung der Dauerausstellung "Geschichte und Kultur der Ortenauer Landjuden", die der ehemalige Kultus- und jetzige Staatsminister des Landes, Helmut Rau am Sonntag, 14. März, um 19 Uhr, eröffnen wird. Weiter geht es nur fünf Tage später mit der Vorstellung des ersten Ortenauer Kulturführers.
Wahlen: Schriftführer: Luzian Taeger aus Lahr (neu für Renate Kreplin), Beisitzer: Gerd Krauss aus Schwanau-Wittenweier (neu für Luizan Taeger). Das Amt der Geschäftsführerin, das Renate Kreplin inne hatte, wurde nicht mehr besetzt." |
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