Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Hohenems (Land Vorarlberg, Österreich) 
Jüdische Geschichte / Synagoge  
    

AKTUELL:   
Hohenems Ausstellung 2010a.jpg (98916 Byte) GANZ REIN! -  jüdische ritualbäder - das mikwen projekt 
 peter seidel - leah lax und janice rubin
 
  
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems 
in Zusammenarbeit mit den jüdischen Museen in Fürth, Frankfurt am Main und Wien   
 
vom 9. März - 3. Oktober 2010   
  
Weitere Informationen (Texte und Fotos) zu dieser Ausstellung auf den Seiten des Jüdischen Museums Hohenems  
In Hohenems ist das älteste jüdische Ritualbad in Österreich erhalten. Seit März 2010 ist diese Mikwe als Dependance des Jüdischen Museums Hohenems zugänglich. 
Anlässlich der Restaurierung dieses Baudenkmals zeigt das Jüdische Museum Hohenems Einblicke in einen intimen Bereich jüdischen Lebens – den Umgang mit Grenzerfahrungen: Liebe, Sexualität und Tod, Geschlechterrollen und Ehe, im Spannungsfeld zwischen religiöser Tradition und weltlich geprägter Gegenwart. Die Ausstellung und das neue Internet-Radio des Jüdischen Museums 'Radio Mikwe' gehen der historischen Tiefendimension jener Reinigungsrituale nach, die vom Judentum bis zum Ritual der Taufe oder den Reinheitsgeboten im Islam reichen. Tauchen Sie ein in die Welt der Mikwe! 
 Hohenems Ausstellung 2010-015.jpg (614630 Byte) Hohenems Ausstellung 2010-016.jpg (599293 Byte)  
Oben: Fotos aus der Reihe 'Immersions / Eintauchen', ohne Titel; 
Fotos © Janice Rubin, das mikwen projekt
 Oben: 
Link zu www.radiomikwe.at

  
   
     
Es besteht eine weitere Seite mit Texten zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hohenems.   
   
Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Besondere Ereignisse - einzelne Berichte  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

Seit 1617 beziehungsweise 1632 konnte sich in Hohenems eine jüdische Gemeinde entwickeln. Es war die einzige Gemeinde im Gebiet des Bodensees, wo sich Juden der "Medinat Bodase" - abgesehen von vorübergehenden Vertreibungen in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts - dauerhaft aufhalten konnten. Der erste Schutzbrief der Hohenemser Juden aus dem Jahre 1617 erlaubte ihnen die Glaubensfreiheit und die Ausübung ihrer Religion in ihren Häusern. Die Familien lebten bis weit in das 19. Jahrhundert hinein vom Handel mit Waren aller Art (insbesondere Textilien), Pferden und Vieh. 

Die Zahl der jüdischen Einwohner nahm von etwa 60 (1696) im Laufe des 18. Jahrhunderts auf 227 zu (1773, bei einer damaligen Gesamteinwohnerzahl von 2.270). Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde 1866 mit 455 Personen erreicht und ging danach durch Aus- und Abwanderung schnell zurück: 1869 waren es noch 221 Einwohner. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten den jüdischen Familien zahlreiche Gewerbebetriebe am Ort (Handelsgeschäfte, Industrieunternehmen u.a.m.).
  
Von 1820 bis 1826 war der in Hohenems geborene Reformator des Synagogengesangs Salomon Sulzer (1804-1890) Kantor in seiner Geburtsstadt. Die Gemeinde hatte bedeutende Rabbiner, u.a. Abraham Kohn (Rabbiner 1807-1848) und Aaron Tänzer (Rabbiner 1896-1905), der wichtige historische Werke verfasste und später in Göppingen Rabbiner war. 

1937 zählte die Gemeinde nur noch 38 Mitglieder, im Juni 1938 noch 27. 1939 wurde die Gemeinde aufgelöst, das Vermögen der Kultusgemeinde beschlagnahmt. Von den in Hohenems geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Emma Bloch geb. Brettauer (1872), Paula Goldschmied geb. Rosenthal (1870), Melanie Glanz geb. Schwarz (1888), Frieda Nagelberg (1889), Sofie Spitzer geb. Bernauer (1887), Klara Wallensteiner geb. Reichenbach (1869), Louis Weil (1887).   
   

  
Zur Geschichte der Synagoge

1642 wird erstmals eine Synagoge genannt, damals vermutlich ein Betsaal in einem der jüdischen Privathäuser. 1710 begann die Gemeinde mit dem Bau einer Holzsynagoge als eigenständiges Gebäude, was jedoch zum entschiedenen Widerstand seitens der Hohenemser Bevölkerung und der Geistlichkeit führte. Der damalige kaiserliche Administrator, der Kemptener Abt Rupert von Bodman, ließ den Bau sofort verbieten. 
  
1770 bis 1772 konnte dann eine Synagoge erbaut werden, die - nachdem 1777 ein Großbrand weite Teile des jüdischen Wohnviertels zerstört hatte - zum Zentrum des neu aufgebauten Wohnviertels wurde. Die Hohenemser Synagoge war die bedeutendste Barocksynagoge Österreichs. Ihr Äußeres war geprägt durch ein barock geschwungenes Mansardendach ("eigenartig japanisch geschweiftes Dach", "im Jesuitenbarock erbaut", Beitrag von M. Rieger s. Lit.). Auf dem Dach befand sich ein Uhrturm, der auf seiner Spitze einen Davidsstern trug. Zwischen den beiden Rundbogenfenstern der Ostwand war eine kleine Apsis mit dem Toraschrein vorgebaut. Die Südwand prägte ein Portalvorbau mit einem entsprechenden Mansardendach. Einige erhaltene Innenaufnahmen zeigen die interessanten Wandmalereien, die der Hohenemser Rabbiner Aron Tänzer (später Göppingen) in seinem Buch über "Die Geschichte der Juden in Hohenems" beschrieb: "Die gewaltige gewölbte Decke trägt drei mittelmäßig ausgeführte Gemälde, von denen das über dem Vorbeterpult, an der Ostseite, die Schöpfung des Lichts darstellt, mit Regenboden im Winkel. An dieses reiht sich, fast den ganzen Mittelraum der Decke einnehmend, eine großangelegte Darstellung der Offenbarung am Berge Sinai; den Schluss bildet dann das Bild eines Wolkenmeeres mit zuckenden Blitzen. Auch die Wände der Synagoge zeigen da, wo sie an die Deckenwölbung sich anschließen, an der Nord- und Südseite, je fünf kleine ovale Bilder zumeist mit Darstellungen aus dem Synagogenkultus, so eine Hängelampe mit brennenden Dochten, ein Körbchen mit Blumen, drei Palmenbäume mit goldgelben Früchten, einen herabhängenden fünfzackigen Luster, und endlich mehrere Kuppelbauten orientalischen Stiles, über die ein tiefblauer Himmel in stärkstem Sonnenglanze sich wölbt." Die Synagoge fasste mit ihren 20 Sitzreihen 300 Personen und wurde von 154 Kerzen erleuchtet, die von alten, teilweise kostbaren Leuchtern gehalten wurden. Die Kanzel, die mit dem hebräischen Psalmvers 34,12: "Kommt Kinder, hört mir zu, ich will euch Gottesfurcht lehren" beschrieben war, stand seitwärts erhöht. Schon in den 1920er-Jahren wurde die Synagoge nicht mehr benutzt, um 1926 wurden noch Freitagabend-Gottesdienste in der einstigen Frauenempore abgehalten. Im Treppenhaus der Synagoge stand eine Büste des Wiener Oberkantors und Komponisten Prof. Salomon Sulzer und das Bild des Hohenemser Arztes Steinach (Vaters des Wiener Physiologen und Hormonforschers Eugen Steinach).  

Die Synagoge in Hohenems überstand relativ unbeschadet die NS-Zeit. 1952 wurde das Gebäude von der bürgerlichen Gemeinde erworben und 1954/55 in ein Feuerwehrhaus umfunktioniert. Spätestens dadurch sind die großartige Inneneinrichtung und die auffallende Ausmalung verloren gegangen. Bis 2001 wurde das Gebäude als Feuerwehrhaus genützt. 2003/04 wurde die ehemalige Synagoge umgebaut. Künftig soll das Gebäude für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. 
   

St.-Galler Tagblatt vom 22. Juli 2004:  Gottesdienst in ehemaliger Synagoge

Hohenems. In der ehemaligen Synagoge in Hohenems hat erstmals seit mehr als 60 Jahren ein jüdischer Shabbat- Gottesdienst stattgefunden. Zum 100. Todestag von Theodor Herzl, dem Begründer des Zionismus, hielt der Bund jüdischer Studenten in Deutschland am Wochenende im Jüdischen Museum Hohenems ein Symposium ab. Im Mittelpunkt standen Fragen zum Zionismus heute und zum Verhältnis junger, europäischer Juden zu Israel. Studenten feierten in der ehemaligen Synagoge einen jüdischen Gottesdienst.  
Nach 1945 hatten jüdische Überlebende in einem Nebenraum der Synagoge Gottesdienste abgehalten. Im Saal fand aber seit 1938 kein Gottesdienst mehr statt. 1955 wurde die Synagoge umgebaut und fast 50 Jahre lang als Feuerwehrhaus benutzt. Nach dem Bau des neuen Feuerwehrhauses vor vier Jahren entschloss sich die Stadt Hohenems, gemeinsam mit einem privaten Investor das Synagogengebäude zu restaurieren und der Musikschule zur Verfügung zu stellen. Die Restaurierung ist fast abgeschlossen. Als Höhepunkt des Salomon-Sulzer-Gedächtnisjahres wird der St. Galler Rabbiner Hermann Schmelzer das Gebäude im Oktober einweihen. (koe)  


Fotos 
Historische Fotos: 
(Fotos obere Zeile und untere Zeile, jeweils links: Sammlung Harburger, Central Archives Jerusalem; 
Fotos obere Zeile Mitte und rechts sowie Bild untere Zeile: Jüdisches Museum Hohenems) 

Hohenems Synagoge 002.jpg (66915 Byte) Hohenems Synagoge 003.jpg (67044 Byte) Hohenems Synagoge 013.jpg (78252 Byte)
Außenaufnahmen der ehemaligen Synagoge
  
Hohenems Synagoge 004.jpg (61582 Byte) Hohenems Synagoge 005.jpg (78504 Byte)   
Innenaufnahme der ehemaligen Synagoge mit dem vorderen Deckengemälde ("Schöpfung des Lichts"; am linken Rand die etwas erhöhte Kanzel Aquarell der Synagoge von C.H. Wünsch 1931, aus dem Besitz von Rabbiner Aron Tänzer, der es als Geschenk zum 60. Geburtstag aus Hohenems erhielt  


Fotos nach 1955/Gegenwart:  
(Quelle: Jüdisches Museum, Hohenems)

Hohenems Synagoge 110.jpg (68499 Byte) Hohenems Synagoge 233.jpg (52852 Byte)  
Die Synagoge als Feuerwehrhaus 1955-2001  Umbau der ehemaligen Synagoge 2004    
     
Gegenwart Hohenems Synagoge 205.jpg (207483 Byte) Hohenems Synagoge 204.jpg (84685 Byte)
  Die Synagoge nach der Restaurierung Herbst 2004
   
Hohenems Jahrestagung 110.jpg (30822 Byte) Siehe auch die bei der Jahrestagung von "Alemannia Judaica" im März 2005 gemachten Fotos

      
    

Besondere Ereignisse - einzelne Berichte 

Juli/August 2008: Treffen von Nachkommen der Hohenemser Juden
Hohenems Reunion 2008a.jpg (101120 Byte)Ein Wiedersehen mit der Hohenemser Diaspora - Renunion 2008 - ein Treffen von Nachkommen der Hohenemser Juden:  Zum Bericht bitte anklicken (interner Link)  

 


   

Links und Literatur 

Links:

Zur Website der Stadt Hohenems: hier anklicken 
 
Zum jüdischen Museum Hohenems: hier anklicken mit Seite zur Synagoge
Informative Seite zur Geschichte der Juden in Hohenems: hier anklicken 
Presseartikel: 1) Anton Legerer: "Hohenems - Jüdische Geisterstadt unter Denkmalschutz" (aus der "Jüdischen Rundschau" 1999); 2) Roman Hollenstein: Architektonische Erinnerungen an die Juden in Hohenems (aus der Neuen Zürcher Rundschau 1999) 
Infoseite zur jüdischen Gemeinde in Tirol und Vorarlberg: hier anklicken (Seite wird noch erarbeitet)
Die Geschichte der Synagoge Hohenems (Download eines Dokuments bei http://archiv.vol.at: hier anklicken
Felix Jaffe: Online-Beitrag (engl.): Remembering Hohenems: hier anklicken  
Die Verwaltung der Musikschule Mittleres Rheintal (Musikschule "tonart") ist im September 2004 in die ehemalige Synagoge eingezogen. Zum Bericht hier anklicken 
Artikel von Hanno Loewy: Synagoge in Hohenems - eine wechselvolle Geschichte. In: Zeitschrift "David" - Jüdische Kulturzeitschrift. 2006. 

Literatur (kleine Auswahl):

Aron Tänzer: Der israelitische Friedhof in Hohenems. Separat-Abdruck aus der demnächst erscheinenden "Geschichte der Juden in Hohenems". Hohenems (Selbstverlag des Verfassers) 1901, 45 S., 1 Faltplan.  Enthält: Belegungsliste, Belegungsplan: Hohenems
Aron Tänzer: Die Geschichte der Juden in Hohenems und im übrigen Vorarlberg, Meran 1905, XXXV, 802 S., 3 Pläne. [Unveränderter Nachdruck, Bregenz 1982, IV, IV, XXXV, 839 S., 3 Pläne. Vorworte: Fritz Tänzer und Otto Amann, Nachruf: Rabbiner Dr. (Heinemann) Auerbach, Anhang: Karl Heinz Burmeister: Die Juden in Vorarlberg im Mittelalter, Norbert Peter: Die Hohenemser Judengemeinde im Spiegel antisemitischer Beschuldigungen]. Enthält: Belegungsliste: Hohenems.
Milli Rieger: In Hohenems. Eine Ferienerinnerung. In: Gemeindezeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs. 3. Jahrgang. Nr. 14 vom 17.10.1926. S. 316-318.
"...eine ganz kleine jüdische Gemeinde, die nur von den Erinnerungen lebt!". Juden in Hohenems. Katalog des Jüdischen Museums Hohenems. 1996 (mit ausführlicher Literaturliste).
Jüdisches Museum Hohenems (Hg.): Jüdisches Hohenems. 1995.
Hohenems Re-visited. Begegnungen in Hohenems. Meeting of Descendants of Jewish Families from Hohenems. Treffen der Nachkommen jüdischer Familien aus Hohenems. august 1998. Hg. vom Jüdischen Museum Hohenems 1999.
Manfred Bosch (Hg.): Alemannisches Judentum. Spuren einer verlorenen Kultur. Eggingen 2001. Hierin folgende Beiträge: Esther Graf: Die jüdischen Gemeinden Hohenems und Sulz und der Minhag Schwaben. S. 12-17; Werner Dreier: Geduldet - gemieden - vertrieben: Juden in Vorarlberg. S. 34-39. Bernhard Purin: "Ich habe nie aufgehört, ein Vorarlberger zu sein". Hohenemser Juden in der Fremde. S. 40-49; ders.: Wilhelm Frey [1833-1909] - ein jüdischer Jugendschriftsteller aus Hohenems. S. 336-340; Eva Grabherr: Das Gestalten der Erinnerung. Das Beispiel Hohenems. S. 497-503.
"Wohl eine Illusion"? Geschichte und Gegenwart der Hohenemser Synagoge. Hg. von Johannes Inama und Hanno Loewy. Hohenems: Jüdisches Museum 2004. 192 Seiten, zahlreiche Abb., 28.- € ISBN 3-901168-09-5.
("...an Illusion"? The History and Presence of the Hohenems Synagogue. Ed. by Johannes Inama and Hanno Loewy. Hohenems: Jüdisches Museum 2004. 192 pages, Ill., 28.- €)
Bestellung/Order: Jüdisches Museum Hohenems  Schweizerstrasse 5  A 6845 Hohenems 
Mail
, Fax: 0043-5576-77793  
Hohenems Lit 017a.jpg (23567 Byte)Heimat Diaspora. Das jüdische Museum Hohenems. Hg. Hanno Loewy. Bucher Verlag, Broschur, 17x24 cm, 384 Seiten. Zahlreiche farbige und s/w Abbildungen, € 29,80 (A) (D), CHF 48.-  ISBN 978-3-902612-68-7 
 
englische Ausgabe: At Home: Diaspora. The Jewish Museum Hohenems. 
 
Beides erhältlich im Jüdischen Museum Hohenems und in Ihrer Buchhandlung!  
 
Das Jüdische Museum Hohenems erzählt von einer exemplarischen - und doch ganz besonderen - jüdischen Gemeinde. In ihrer Geschichte verdichten sich die Motive europäisch-jüdischer Erfahrung auf eigenwillige Weise: Diaspora und Migration, Tradition und Moderne, selbstbewusste Bürgerlichkeit und Provinz, Verfolgung und Heimat. Reich illustriert ist dieser Band Augenschmaus und Leseabenteuer in einem. 
Mit einer Gesamtgeschichte der Juden von Hohenems von Hannes Sulzenbacher, sowie Beiträger von Arno Gisinger, Isolde Charim, Eva Grabherr, Kurt Greussing, Michael Guggenheimer, Monika Helfer, Felix Jaffé-Brunner, Luisa Jaffé-Brunner, Michael Köhlmeier, Yves Kugelmann, Sabine Offe, Zafer Senocak, Barbara Steinitz und Vladimir Vertlib.  

 


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Hohenems  Vorarlberg. Jewish settlement began in 1617 under the protection of the local ruler. In the same year a Jewish cemetery was consecrated, which served the community for over 350 years. Jews were engaged in trade. From 1676 to 1688 they were temporarily expelled. In 1772, a synagogue was inaugurated and in 1784 a Jewish elementary school was opened. The school closed in 1913 because of a continual decline in the number of pupils. From 1820 to 1826, Salomon Sulzer (1804-90), who was born in Hohenems, served as cantor, later becoming the first composer of modern liturgical music. From 1833 to 1844, Abraham Kohn (1807-48), a leading figure in Reform Judaism, served as rabbi in Hohenems, but had to leave because of his attempt to introduce reforms. Jews earned their living from trade in textiles, horses, and cattle. They were also bankers and doctors. From 1849 to 1878, the community had its own municipality with a mayor. The Jewish population stood at 227 in 1765 (total 2,270), increasing to 455 in 1866 but declining sharply thereafter to 221 in 1869. Most emigrated to the United States. From 1896 to 1905, Aron Taenzer (born 1871) served as rabbi. His historical works contributed greatly to the understanding of the history of Jewish communities in Germany and Austria. In 1934, there were only 14 Jews in Hohenems and the community was hardly functioning. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was severely damaged. The Jews still remaining in Hohenems were sent to Vienna and from there to the east. After the war the remains of the writer Stefan Zweig (1881-1942), who committed suicide in 1942, were flown over Rio de Janeiro and buried next to his mother in the Jewish cemetery at Hohenems.

 

 zur Synagogengemeinde in Innsbruck           
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Stand: 11. März 2010