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in Freiburg
Freiburg im
Breisgau (Kreisstadt)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt
im 19. / 20. Jahrhundert (bis nach 1933)
Hier: Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde 1862 bis 1938
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Freiburg wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am
18.6.2011.
Die Artikel sind noch nicht abgeschrieben, können aber
durch Anklicken der Textabbildung gelesen werden.
Übersicht:
Berichte
zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde
Hofgerichtsadvokat
Naphtali Näf erhält als erster der neuen
jüdischen Einwohner das Bürgerrecht (1862)
Anmerkung nach Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 361 (in dem seine Frau
Henriette Näf geb. Breisacher [1818-1903] sowie Agnes Näf [1858-1916]
beigesetzt sind): Naphtali Näf - Hofgerichtsadvokat und Abgeordneter der
Zweiten Badischen Kammer - beantragte als erster Jude in Freiburg bereits 1849
die Bürgeraufnahme. Er hatte freilich erst nach der badischen
Emanzipationsgesetzgebung 1862 endgültigen
Erfolg.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
12. November 1862: |
Der
Medizinstudent Eduard Salomon aus Neuwied stirbt bei einem Duell
(1890)
Anmerkung: Dokumentation Frankenstein Grab Nr. 347. Eduard Salomon ist am
30.8.1864 in Neuwied geboren.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 17. Februar 1890: |
Die
Beisetzung des auf Grund eines Duells gestorbenen Eduard Salomon
(1890)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 28. Februar 1890: |
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Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. März
1890: |
Der Tod des
Medizinstudenten Eduard Salomon ist Tagesgespräch in
Freiburg (1890)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 28. Februar 1890: |
Das Studentenkorps "Rhenania" wurde
suspendiert (1890)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
10. März 1890: |
Nochmals
zu dem tödlichen Duell Salomon - Vering
(1890)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 21. März 1890: |
80. Geburtstag von Sanitätsrat Dr. Benjamin Cassel
(1890)
Anmerkung nach Frankenstein Dokumentation zum Grab Nr. 6-1: Sanitätsrat Dr.
Benjamin Cassel stammte aus Köln (geb. 1819). Er war verheiratet mit Johanna
Cassel geb. Flechtheim aus Brakel (1819-1894). Dr. Cassel starb am 7. Februar
1892.
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 8. August 1890: |
Zum Tod von Rechtsanwalt
Naphtali Näf (1891)
Anmerkung: siehe oben Bericht zu seiner Bürgeraufnahme (1862)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20.
Juli 1891: |
Über
die koschere Pension der Witwe von Moritz Kahn in Günterstal
(1894)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Juli
1894: |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. August
1894: |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. August
1894: |
Über die Beisetzung von Leopold Dukas
(in Sulzburg, 1897)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
18. Januar 1897: |
Der Privatdozent für Ohrenheilkunde Dr. Bloch wird
außerordentlicher Professor an der Universität (1898)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 26. August 1898: |
Zum Tod von Jeanette Model
(1900)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 217: Jeanette Model (1837 -
1900), war verheiratet mit Marx (Mordechai) Model (1828-1906, Grab Nr.
215)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
19. Februar 1900: |
Mord an dem jüdischen Trödler
Lazarus Burgheimer
(1903)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 255: Lazarus Burgheimer (1821
- 1903)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
22. Januar 1903: |
Gründung der "B. Dukas-Stiftung"
(1903)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
26. Januar 1903: |
Goldene
Hochzeit von Samson Dreyfuß und seiner Frau (1913)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 4. April 1913: "Das Fest der goldenen Hochzeit feierte in
Freiburg im Breisgau der langjährige Seniorchef des Hauses Gebr.
Dreyfuß, Samson Dreyfuß mit seiner
Gattin." |
Prof. Dr. Ernst Riesenfeld ist aus dem Judentum ausgetreten
(1913)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 5. September 1913: |
Zum Soldatentod von Max Weil
(1915)
Anmerkung: Dokumentation Frankenstein Grab Nr. 646: eine Gedenkinschrift für
Max Weil (geb. 1894, gef. 1915 Lorettohöhe) befindet sich auf dem Grabstein
seines Vaters Salomon Weil (1864-1936, Bericht zu seinem Tod unten).
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
25. März 1915: |
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Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29.
April 1915: |
Vermächtnis von David Julius Wetterhan an die
Universität (1918)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 18. Januar 1918: |
Zum Tod von
Sara Dreyfuß geb. Weil, Witwe von Abraham Hirsch Dreyfuß
(1920)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Nr. 10 und 11: Sara Dreyfuß
(1836-1920) war die Frau von Abraham Hirsch Dreyfuß (1835-1914)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
8. Juli 1920: |
Zum Tod von Bankier Elias Mayer
(1923)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Nr. 383b: Elias Mayer gründete 1879
die einzige jüdische Privatbank in Freiburg. Sie befand sich zunächst in der
Salzstraße 24, dann am Friedrichring. Das Unternehmen wurde in der NS-Zeit
1939/40 liquidiert. Der Besitz der Familie musste unter Wert verkauft werden.
Mehrere Mitglieder der Familie sind nach der Deportation umgekommen
beziehungsweise wurden ermordet.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
25. Oktober 1923: |
Zum Tod von Josef Bloch-Dreyfuß
(1925)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24.
Dezember 1925: |
Zum Tod von Dolcine
Wolf geb. Rothschild
(1927)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 507.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
3. November 1927: |
60. Geburtstag von Professor Dr. Alfred Loewy
(1933)
Anmerkung (nach Frankenstein, Dokumentation Grab 655, S. 198): Prof. Dr.
Alfred Loewy wurde 1895 in München promoviert und habilitierte sich 1897 in
Freiburg mit dem Thema "Über bilineare Formen mit konjugiert imaginären
Variablen". Er wurde Prof. für Mathematik an der Universität Freiburg
(zahlreiche Veröffentlichungen). Er starb am 25. Januar 1935 in Freiburg; seine
Frau Therese Loewy geb. Neuburger (geb. 1884 in München) nahm sich 1940
unmittelbar vor der Deportation nach Gurs das Leben (Grab Nr. 574).
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
29. Juni 1933: |
Zum Tod von Ida Greilsamer geb. Dreifuß
(1934)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 47
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
5. Oktober 1934: |
Zum Tod von
Hermann Abraham Kahn
(1934)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab. Nr. 657 (hier unter Hermann Kahn,
auf Grabstein: Hermann A. Kahn)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
14. September 1934: |
Rechtsanwalt S. Kassewitz wurde als Mitglied des
Oberrats der Israeliten gewählt (1935)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17.
April 1935: |
Zum Tod von Salomon Weil (1936)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 646; Hinweis: der 1915
gefallene Sohn Max Weil (siehe Berichte oben) war Sohn von Salomon Weil.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6.
Februar 1936: |
Zum Tod von
Synagogenrat Nathan L. Weill
(1938)
Anmerkung: Frankenstein Dokumentation Grab Nr. 622.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
20. Januar 1938: |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeige einer Wein- und Branntweinhandlung in Freiburg
(1891)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21.
April 1891: |
Anzeige des Manufaktur- und Aussteuergeschäftes L.
Mendle (1901)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
5. September 1901: |
Anzeige des Töchterpensionates von Ida Cohn und Lotte
Bernstein (1924)
Anzeige in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des
"Central-Vereins") vom 24. Januar 1924: |
Geburtsanzeige einer Tochter von Josef Plaut und Gella geb.
Weil (1931)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22.
Januar 1931: |
Presseartikel zu
einzelnen Personen / Familien
Über
die Geschichte der Familie Zivi - anlässlich eines Familientreffens im Juni
2011
Foto
links von Bamberger: Hans Schadek (links) mit Nachkommen der Familie Zivi.
Artikel von Anja Bochtler in der "Badischen Zeitung" vom 15.
Juni 2011 (Artikel):
"Die Geschichte der Freiburger Familie Zivi
Nach der Gründung der jüdischen Gemeinde 1864 erhielt Heinrich Zivi bei Wahlen die meisten Stimmen – jetzt trafen sich hier Nachkommen von ihm aus aller Welt.
Zivi heißen nicht mehr viele von ihnen. Und mittlerweile leben sie verstreut in der ganzen Welt, viele in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und den USA. Sie sind die Nachkommen der Freiburger Familie Zivi, die 1864 bei der Gründung der damaligen jüdischen Gemeinde eine wichtige Rolle gespielt hat. 36 von ihnen trafen sich jetzt in Freiburg – und erfuhren von Hans Schadek, dem früheren Leiter des Stadtarchivs, Hintergründe über ihre Vorfahren.
Wer hätte das gedacht? Die Urgroßeltern von Ariane Mil-Gutmann aus Zürich und Karin Beuttenmüller-Mussbach aus Mundelsheim bei Stuttgart waren Geschwister. Das haben die beiden Frauen bei einer der zwei ersten Familienzusammenkünfte herausgefunden. Zum dritten Treffen sind nun beide nach Freiburg gekommen – an den Ort, der 1863 für den aus dem Elsass stammenden Heinrich Zivi-Lang und seinen Bruder Max Zivi zur neuen Heimat wurde.
Im Januar 1864 gründete sich hier eine israelitische Religionsgemeinde mit anfangs 35 Wahlberechtigten, berichtet Hans Schadek den Zivi-Nachfahren. Sie beugen sich im Stadtarchiv interessiert über alte Dokumente – zum Beispiel den Freiburger Adresskalender von den Jahren 1864 bis 1866, in dem die Weinhandlung von Heinrich Zivi für ihre Weine warb. Ihr Inhaber erhielt 1865 bei der Wahl des dreiköpfigen Synagogenrats die meisten Stimmen. Er war bis 1890 Mitglied des Gremiums.
Die Gemeinde wuchs schnell, 1865 hatte sie mehr als 100 Mitglieder. Damals war eine Blütezeit der jüdischen Bevölkerung in Freiburg, die zuvor immer wieder brutal vertrieben oder ermordet worden war: 1349 hatte man alle jüdischen Menschen beschuldigt, das Trinkwasser – das doch auch sie selbst tranken – vergiftet zu haben und damit die Pest zu verbreiten. Der Freiburger Rat inhaftierte alle Juden in der Stadt und verbrannte sie – mit Ausnahme von Kindern und Schwangeren. Etwas später, nach der Ermordung eines christlichen Jungen im Jahr 1401, vertrieb die Stadtspitze alle Juden aus Freiburg. Diese Schauergeschichten sind weniger bekannt als die Verfolgung im Nationalsozialismus, die natürlich auch die Zivis traf: Richard Zivi zum Beispiel wurde im Oktober 1940 nach Gurs deportiert, sein Haus in der Erbprinzenstraße 1 erwarb die Stadt. Er überlebte und versuchte von einem Altersheim in Marseille aus, das Haus zurückzubekommen. Auf der Deportationsliste stehen einige andere Namen von Zivis, für Mathilde Zivi, die in der Kirchstraße 45 gelebt hatte, gibt es eine Todesmeldung vom August 1942.
Karin Beuttenmüller-Mussbach wusste durch ein Foto von Max Zivi, das sich in ihrer Familie erhalten hat, von den Verbindungen nach Freiburg. Weil ihre Urgroßmutter einen Nichtjuden geheiratet hatte, konnte dieser Zweig der Familie im nationalsozialistischen Deutschland überleben, andere flohen. Sie fühlt sich ihren Vorfahren verbunden:
'Und wenn man über sie spricht, leben sie weiter.'" |
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