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Friedhöfe in der Region"
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Aschenhausen (VG
Hohe Röhn,
Kreis Schmalkalden-Meiningen)
Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Aschenhausen (interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Der jüdische Friedhof wurde zu
Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt. Das Grundstück wurde den jüdischen
Familien von der Ortsherrschaft für 20 Taler für jeweils 30 Jahre als Lehen
überlassen. Nach den ursprünglichen Bestimmungen mussten an jährlichen
Abgaben für die Benutzung des Friedhofes 1/4 Pfund Pfeffer, 1/4 Pfund
gemahlener Ingwer und zwei Muskatnüsse abgeliefert werden. Für jeden
Beigesetzten waren von den Angehörigen ein Taler (für einen alten Menschen),
drei Kopfstücke (für einen unter 30-Jährigen) bzw. ein halber Taler (für ein
Kind) zu bezahlen.
Die erste Beisetzung fand 1707 statt. Auf dem Friedhof wurden die Toten der jüdischen
Gemeinden von Aschenhausen, Kaltennordheim, Kaltensundheim und Opfershausen
beigesetzt. Der älteste erhaltene Grabstein ist von etwa 1720. Die letzten Bestattungen waren
vermutlich im Februar 1936 (Rosalie Richheimer und Babette Richheimer). Es sind zwei
große Grabfelder mit insgesamt etwa 150 Grabsteinen vorhanden. Die
Friedhofsfläche umfasst etwa 50 ar.
Nach 1945 kam der Friedhof in den Besitz des Landesverbandes der
jüdischen Gemeinden Thüringens mit Sitz in Erfurt (1948). Nachdem 1959
auf Grund der Hanglage des Friedhofes einige Grabsteine umgefallen waren, wurden
erste Restaurierungsmaßnahmen ergriffen und ein Teil der Grabsteine in Beton
gefasst. 1994 wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme die
gesamte Friedhofsanlage hergerichtet.
Die Lage des Friedhofes
Der Friedhof befindet sich am Waldrand etwa 150 m westlich
vom Dorfausgang unterhalb des Leichelberges (erreichbar über Kirchstraße,
ausgeschildert).
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)
 | Stefan Frühauf / Elke Schwerda: Aschenhausen - Entstehen
und Vergehen einer jüdischen Landgemeinde. In: Hans Nothnagel (Hg.):
Juden in Südthüringen - geschützt und gejagt. Bd. 5 Jüdische Gemeinden
in der Vorderrhön. Suhl 1999 S. 52-89. |
 | Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in
Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und
Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer.
Berlin 1992. S. 257-259. |
 | Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg:
Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue
Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. S.
235-236. |
 | Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit
in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes
Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ( www.lzt.thueringen.de)
2007. Zum Download
der Dokumentation (interner Link) Zu Mühlhausen: S. 180-189. |