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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Die Jahrestagung 1998 in
Tübingen Protokoll: Martin Ulmer (außer Protokoll AG "Jüdische Friedhöfe) Der Vormittag, 10.30 Uhr - 12.30 Uhr verging, wie üblich, mit Kurzberichten der einzelnen Teilnehmer, die sich selbst und ihre Arbeitsgebiet vorstellten. Nach der Mittagspause wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen anstehende Probleme diskutiert. Anschließend fand eine Führung zum Platz der zerstörten Synagoge in der Gartenstraße statt, wo Martin Ulmer über die Geschichte des Platzes, die anstehenden akuten Probleme und die weitere Planung berichtete. Protokoll der Arbeitsgruppe "Jüdische Friedhöfe" von H. Bloedhorn Herr Hüttenmeister: Hinweis auf die Probleme im Zusammenhang mit
Führungen auf jüdischen Friedhöfen (Haltung der Jüdischen Gemeinden, Störung
der Totenruhe, Vorbereitung, Durchführung, Zweck) sowie auf das Problem des
Freilegens von ihm Boden versunkenen Grabsteinen für die Dokumentationen. --- Herr Krins weist darauf hin, dass z.Zt. beim Verwaltungsgericht ein
Rechtsstreit über den Abbruch bzw. die Erhaltung des Hauses Kapellenstr. 35
in Laupheim - das Geburtshaus Kilians von Stern - anhängig ist. Nach
Auffassung des Denkmalamtes sei dieses Haus ein seltenes Beispiel jüdischer
Wohnkultur des frühen 19. Jahrhunderst, dem zugleich als Geburtshaus Kilian von
Steiners heimatgeschichtliche Bedeutung zukomme.
Protokoll der Arbeitsgruppe "Regional- und Lokalgeschichte" Zunächst wurden Fragen nach der Erschließung neuer oder noch wenig benutzter Quellen zur jüdischen Geschichte diskutiert. Einzelne ForscherInnen wiesen auf die Bedeutung von Adressbüchern, Zeitungen und Gemeinderatsprotokollen für eine Alltags- und Sozialhistorie der südwestdeutschen Juden hin. Zu sehr ist der Blick noch auf religiöse Gegenstände und Themen oder auf die Verfolgungsgeschichte der Juden im Nationalsozialismus gerichtet, und die Wechselbeziehungen, Verbindungen und auch Brüche zwischen allgemeiner Lokal- und Regionalgeschichte und einer Geschichte der jüdischen Minderheit vor 1933 werden zu wenig analysiert. Neben der wichtigen Spurensicherung vor Ort müssten gerade diese Lokalforschungen in einer Gesamtschau vereint werden, um Entwicklungslinien und Differenzen durch den Mikroblick besser zu verstehen. Allerdings - so der Einwand - sind solche methodischen Synthesen der Forschungsergebnisse wegen der zeitraubenden Vorgehensweise eher Anspruch und sind häufig nur ansatzweise einzulösen. Anregungen aus der Abschlussdiskussion:
Exkursion zum früheren Synagogengrundstück Die Tagung der Alemannia Judaica wurde durch eine Führung von Mitgliedern der Geschichtswerkstatt Tübingen zum früheren Synagogengrundstück in der Gartenstraße beschlossen. Der dort vorgesehene Neubau von 12 Wohnungen samt Tiefgarage zeigt den problematischen Umgang der Stadt Tübingen mit dem jüdischen Erbe. Als Kompromiss ist neben dem Grundstück ein künstlerisch gestaltetes "Denkmal Synagogenplatz" geplant, das den 1978 eingerichteten Gedenkbrunnen integriert. Als im Mai 1998 die Projektgruppe Denkmal Synagogenplatz und die Geschichtswerkstatt zentrale Fundamentreste der westlichen mauer freilegten, gab die Stadtverwaltung als untere Denkmalbehörde dem Druck der Immobilienfirma nach, sodass ein Gedenkplatz am authentischen Ort mit den historischen Zeugnissen (Synagogenzaun und Fundamente) scheiterte. Nun wird im November 1999 das ursprünglich geplante Denkmal Synagogenplatz neben dem authentischen Ort eingeweiht.
Teilnehmerliste (ohne akademische Titel): Michal Antmann (Landesdenkmalamt Karlsruhe), Naftali Bar Giora Bamberger (Stuttgart/Jerusalem), Johannes Neckar (Nagold), Hanswulf Bloedhorn (Tübingen), Gertrud Bolay (Remseck), Günther Boll (Neuenburg), Siegfried Däschler-Seiler (Ludwigsburg), Hanka Deutschmann (Stuttgart), Renate Föll (Ammerbuch), Ruben Frankenstein (Freiburg), Karlheinz Geppert (Förderverein Synagoge Baisingen, Stadtarchiv Rottenburg), Joachim Hahn (Plochingen), Andrea Hoffmann (Tübingen), Sibylle Höschele (Sulzburg), Frowald Gil Hüttenmeister (Tübingen), Utz Jeggle (Tübingen), Uri Kaufmann (Heidelberg), Robert Krais (Ettenheim), Hubert Krins (Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Tübingen), Abraham Kustermann (Stuttgart), Thomas Lehnardt (Ditzingen), Nina Michielin (Horb), Elisabeth Odinius (Tübingen), Konrad Pflug (Stuttgart), Karl-Heinz Rueß (Göppingen), Hermann Schäffner (Stuttgart), Ilske von Schweinitz (Esslingen), Manfred Steck (Horb), Beate Steg-Bayer (Konstanz), Martin Ulmer (Tübingen), Thomas Wernstedt (Schwanau).
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